SVL Camps x Rabauken

Im Frühjahr 2026 eröffneten wir in kompletter Eigenregie das SVL-Osterhasencamp.

Erfolgreiches SVL-Osterhasencamp begeistert Kinder und Organisatoren gleichermaßen


Schweskau. Fünf Tage voller Bewegung, Teamgeist und Begeisterung: Vom 23. bis 27. März verwandelte sich die Sportanlage in Schweskau in ein lebendiges Zentrum des Jugendfußballs. Das erstmals durchgeführte SVL-Osterhasencamp erwies sich dabei als voller Erfolg – sowohl sportlich als auch menschlich.

Die Idee stammt von Initiator Arne Dreyer, der während seiner Zeit bei RB Leipzig unter anderem mit der Fußballschule der „Roten Bullen“ in New York gearbeitet hat.
„Wenn ich in Schweskau auf den Sportplatz komme, schaue ich zwar nicht nach Manhattan, aber ich sehe denselben Enthusiasmus bei unserem Trainer-, Helfer- und Orgateam und vor allem in den Augen der Kinder“, sagt Dreyer. „Und genau das ist der Schlüssel: Alle, die hier mitwirken, haben Freude an dem, was sie tun.“

Insgesamt 37 Kinder nahmen an dem Camp teil, darunter 23 Nachwuchskickerinnen und -kicker der SV Lemgow/Dangenstorf sowie 14 externe Teilnehmende aus anderen Vereinen oder ohne Vereinserfahrung. Unter der Anleitung eines engagierten Trainerteams – bestehend aus Chanel Bluhm, Janik Kaiser, Tom Rieger, Mario Seidel, Colin Panning, Marvin Lieker, Felix Haase-Mühlner und Leon Thoma – wurden die Kinder altersgerecht gefördert und gefordert.

Die sportliche Grundlage bildete ein durchdachtes Trainingskonzept, das von dem vereinsinternen B-Lizenz-Inhaber Hauke Sandfort entwickelt wurde. Arne Dreyer, Florian Hudek und Oliver Dost gemeinsam rundeten die Rahmenorganisation des Geschehens auf dem Platz ab. Im Fokus standen zentrale fußballerische Inhalte wie Dribbling, Passspiel, Torabschluss, Technik, Fintieren und Defensivverhalten. Jeder Camptag war einem eigenen Schwerpunkt gewidmet, der am Vormittag intensiv trainiert wurde. Am Nachmittag konnten die Kinder das Gelernte in abwechslungsreichen Spielformen und kleinen Turnieren direkt anwenden.


Ein besonderes Highlight stellte das soziale Konzept dar, das in Zusammenarbeit mit Michael Buss vom Fussicamp Mallorca umgesetzt wurde. In jeder Altersklasse wurde am Ende des Camps eine Spielerin oder ein Spieler für herausragendes Sozialverhalten ausgezeichnet. Dabei ging es nicht nur um sportliche Leistungen, sondern vor allem um Teamgeist, Fairness und Engagement für die Gruppe. Besonders hervorzuheben ist ein Teilnehmer, der sich freiwillig beim parallel stattfindenden Bambini-Training ins Tor stellte und dort mit viel Einfühlungsvermögen und Humor für große Freude bei den jüngsten Vereinsmitgliedern sorgte.


Am Freitag zeigte sich das Camp noch einmal von einer besonders lebendigen Seite: Trainer Colin Panning war zusätzlich als „rasender Reporter“ unterwegs und fing Stimmen der Teilnehmenden ein. Jaron berichtete begeistert: „Ich fand vor allem die Turniere cool, weil jeden Tag anders gespielt wurde.“ Auch Fernando zeigte sich rundum zufrieden: „Die Trainer waren richtig cool, das Essen war super – und am meisten habe ich mich über die Medaille und den Ball gefreut.“ Alessa hob besonders die Atmosphäre hervor: „Ich habe mich hier total gut aufgenommen gefühlt und kann mir gut vorstellen, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.“


Neben dem sportlichen Programm trug auch die hervorragende Verpflegung maßgeblich zum Gelingen des Camps bei. Das Küchenteam rund um Manuela Kaufmann, Chanel Bluhm und Monika Fröhlich sorgte täglich mit großem Einsatz für ein abwechslungsreiches und schmackhaftes Mittagessen. Unterstützt von engagierten Eltern wurden zudem Obst und Kuchen für die Pausen bereitgestellt – ein weiterer Beleg für den starken Zusammenhalt innerhalb des Vereinsumfelds.


Ein emotionaler Höhepunkt war die Übergabe eines Danke-Pokals an den SV Lemgow/Dangenstorf, organisiert von Kindern und Eltern. Diese Geste unterstrich eindrucksvoll, wie positiv das Camp von allen Beteiligten aufgenommen wurde.
Auch die Unterstützung durch regionale Partner trug wesentlich zum Erfolg bei: Fresh+Cool aus Lüchow stellte Trinkflaschen für alle Kinder zur Verfügung, Fussicamp Mallorca stattete die Teilnehmenden mit Trikotsätzen aus und durch die Zusammenarbeit von Kornhaus Bergen sowie der Naturheilpraxis Daria Günther konnten insgesamt 40 Bälle gesponsert werden.


Am Ende bleibt ein durchweg positives Fazit: Das SVL-Osterhasencamp hat nicht nur fußballerische Fähigkeiten vermittelt, sondern vor allem Gemeinschaft, Fairness und Freude am Sport gefördert. Für alle Beteiligten steht daher fest – dieses Camp schreit nach einer Wiederholung.


Im Herbst 2025 eröffneten wir mithilfe des FC St.Pauli die Rabaukenschule auf dem Sportplatz in Schweskau.

St.-Pauli-Trainingslager für Nachwuchskicker bei der SV Lemgow/Dangenstorf in Schweskau

Schweskau. Erst pfeift die Trillerpfeife, dann knistert es am Feuer. Auf dem Rasen rollen die Bälle, am Spielfeldrand fliegen später die Funken. Während 31 Kinder beim FC-St.-Pauli-Rabauken-Camp in Schweskau in den Herbstferien an Dribblings und Doppelpässen feilen, werden nebenan für den Abend Bänke aufgestellt, Holz abgeladen. Das Gefühl: Es wird nicht nur Fußball gespielt, es wächst Gemeinschaft. Knapp eine Woche sind die beiden Trainer der FC-St.-Pauli-Fußballschule, Finn Engel (18) und Henry Webel (21), bei der ausrichtenden SV Lemgow/Dangenstorf zu Gast im Wendland. „Wir haben schon viele Camps geleitet, aber das hier ist außergewöhnlich“, sagt Webel. „Diese Gastfreundschaft, dieses Miteinander, das erlebt man selten.“

Vormittags gehört der Sportplatz in Schweskau den Kindern zwischen sechs und 13 Jahren aus dem Lemgow und der Umgebung. Pünktlich um halb zehn geht’s los: Koordination, Passdreieck, Torschuss. Danach „kicken“ auf Mini-Feldern zwei Gruppen, klare Aufgaben, viel Tempo. Die Kids tragen alle braune Pauli-Rabauken-Shirts mit ihren Namen drauf: Anton, Jonte, Ida, Fernando statt Haaland, Lamine Yamal oder Wirtz. Das Shirt war – wie das Drumherum – im Teilnehmerbeitrag enthalten.

Müde wirkt kaum jemand, obwohl das Programm straff ist. Zwischen den Einheiten gibt es gemeinsames Mittagessen, organisiert in der Schule, mit Unterstützung von Eltern und Vereinsmitgliedern. „Die Orga ist super, wir müssen uns um kaum etwas kümmern“, sagt Finn Engel. „In manchen Camps bekommen wir montags den Schlüssel und freitags geben wir ihn wieder ab. Hier stehen Eltern und Leute aus dem Verein von der Essensausgabe bis zum Lagerfeuer mit Stockbrot parat“, ergänzt sein Trainerkollege.

Auch die Eltern sind entspannt. Rebecca Gröger-Frahm und Chanel Bluhm freuen sich, dass so ein Angebot in den Ferien direkt vor ihrer Haustür stattfindet: „Die Trainer haben unglaublich viel Einfühlungsvermögen. Die Kids können viel ausprobieren und Fehler machen.“ Caroline Nickel lacht: „Das Beste ist: Abends schlafen sie sofort ein. Den ganzen Tag draußen, und sie freuen sich auch noch auf den nächsten Tag.“ Am späten Nachmittag rufen die St.-Pauli-Coaches die Gruppen zusammen. Kurze Technik-Challenge, dann „Amsterdam“-Modus: Jeder gegen jeden in kurzen Spielen. Die Trainer korrigieren leise, ermutigen viel, machen Späße und nehmen auch mal in den Arm, wenn es nötig ist. „Am Anfang haben wir die Kids einmal eingenordet, aber danach war alles easy“, ist Henry Webel zufrieden.

Gegen späten Nachmittag verlagert sich das Camp an den Rand des Platzes. Das eben noch abgeladene Holz brennt nun lodernd, die Kinder rösten ihr Stockbrot darüber, und etwas abseits der rot glühenden Kohlen hoppeln weiterhin Bälle. Trikots mit Grasflecken, Gesichter, gerötet von Wind und Bewegung: „Das ist eine Atmosphäre, die du in Hamburg so kaum hast“, sagt Finn Engel und blickt in die Runde. Fußball kann mehr sein als ein Spiel. Er kann ein Dorf zum Leuchten bringen.